Neuer Meilenstein für Designs mit COMs

 

05 September 2006

ETXexpress-CD: Kontron's erstes COM Express Modul mit Dual-Core Prozessor

Eching/Nürnberg, 14.02.06 - Auf der Embedded World stellt Kontron das erste Design mit Dual-Core Technologie auf COM Express konformen ETXexpress-Modulen vor. Das ETXexpress-CD ist ein Highend-COM gemäß dem von Kontron initiierten Standard PICMG COM.0 für besonders performancehungrige Applikationen. Es bietet im Vergleich zum Pentium M basierten ETXexpress-PM eine Floating Point Performance von rund 196 %, Integer Performance 189 % sowie 3DMark 200 %. Es wird also annähernd die doppelte Leistung bei gleichem Takt und nur ca. 15% höherer Verlustleistung erbracht. Bei zukünftig multi-threaded ausgelegter Software mit VT (Virtualization Technology) ist ein exponentieller Performance-Zuwachs zu erwarten. Neben der höheren Performance wird mit Dual-Core auch eine rund 25 Prozent längere Akkustandzeit erreicht. Ohne Branchenschwerpunkt - wie sonst bei dedizierten Boards üblich - ist das ETXexpress-CD das volumenträchtigste Design, dass Kontron mit Dual-Core vorstellt.

Das ETXexpress-CD Module ist mit dem im Januar von Intel für den Notebooksektor vorgestellten Intel Core Duo Processor T2500 und mit dem Mobile Intel 945GM Express Chipsatz sowie ICH7M Southbridge bestückt und bietet 2GHz Dual-Takt bei 31 Watt, 667 FSB, 2 MByte L2 Cache und bis zu 2 GByte schnelles DDR2-SDRAM. Als Schnittstellen sind 7 PCIe x1 Ports, PCI, LPC, 8 USB 2.0,. 2 Serial-ATA und 2 Parallel-ATA integriert. Für anspruchsvolle Grafik bietet das COM PCI-Express-Grafikkartenunterstützung sowie CRT- und LVDS-Ausgang. TV-Out wird in den Modi Component, S-Video sowie Composite incl. HDTV-Support unterstützt. Sollen Embedded Displays angeschlossen werden, steht JILI3 als Standardschnittstelle zur Verfügung. Netzwerkanschluss bietet eine schnelle Gigabit-Ethernet Schnittstelle. Dies alles wird auf einem Embedded-Modul mit lediglich 95 mm x 125 mm geboten. Darüber hinaus unterstützt das ETXexpress-CD die Intel Virtualization Technology (VT).


Virtualization Technology

Die Virtualization Technology (kurz VT), die zum Standard aller neuen Intel Plattformen wird, ist für Embedded Systeme besonders interessant: Sie macht die Hardwareverwaltung noch leichter handhabbar, da multiple Betriebssysteme und Applikationen als "virtuelle Maschinen" in unabhängigen Partitionen ablaufen können. Dies macht Gesamtsysteme stabiler, da Prozesse, die auf Single Core Systemen ggf. kollidieren würden, voneinander getrennt werden können. Bisher als Stand-Alone betriebene Systeme wie Steuerungen, Firewalls oder Datenserver können so vollkommen isoliert von den anderen Lösungen in ein einziges System zu integriert werden. Dies hilft enorm Kosten zu sparen. Die verschiedenen Betriebssystemhersteller werden die Virtualization Technology ihrerseits unterstützen; so werden z.B. RedHat, Suse und Montavista den Public Domain XAN Virtual Machine Monitor mit ihrer Software im Bundle anbieten.


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